Grobe

(Wüstung; slawischer Ursprung – durch Gräben geschützter Ort), 1159 erste Erwähnung eines Dorfes auf der Insel Usedom1. Bischof Adalbert von Pommern bestätigt dem 1153/55 gegründeten Kloster Grobe die Schenkung des Dorfes Grobe (villa Groben) von Herzog Ratibor I. und seiner Frau Pribislawa.

 

Der Ort war nahe der Stadt Uznam gelegen (in suburbia Vznomiensi – in der Vorstadt Usedoms); 1184 wird das Kloster von Grobe nach Watecow auf den Marienberg (heute Klosterberg) verlegt2, da in Grobe schlechte Bedingungen: Gestank, schlechtes Wasser, Marktlärm und Beengungen herrschten.

 

1307/09 erfolgte die Verlegung des Klosters von Grobe bei Usedom nach Pudagla3.

Ab 1407 wurden die „Kloster-Kaveln“ an den Rat der Stadt Usedom verpachtet (s. Wilhelmshof). Ausgrabungen bestätigen die Lage des Klosters auf dem Klosterberg4.

M. Störr

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1Pommersches Urkundenbuch I. Band 786-1253: Urkunde Nr. 48 vom 8. Juni 1159, Köln Wien, 1970 (Böhlau).

 

2Pommersches Urkundenbuch I. Band 786-1253: Urkunde Nr. 96 vom 20. Februar 1184, Köln Wien, 1970 (Böhlau).

 

3Hoogeweg H. (1925): Die Stifter und Klöster der Provinz Pommern. – S. 260-388, Stettin (Sauniers).

 

4Behn, A. (1998): Zur Geschichte und Lage des Klosters Grobe. – In Metz, B. (Hrsg.) Usedom – Geschichte und Geschichten, S. 45-60, Ostklüne (Verlag Störr).