Welzin

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ist erstmals urkundlich 1286 als „Wilizhin“ erwähnt1. Der Name ist slawischen Ursprungs und bedeutet „Erlenort“. In der Urkunde treten der Ritter Wisco und der Knappe Johannes von „Wilzhin“ als Zeugen auf.

 

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Das Kloster Grobe besaß im 13./14. Jh. in Welzin bis zu 6 Hufen Land, was aber nur einen Teil der Feldmark ausmachte. Seit 1417 werden die v. Neuenkirchen als Landbesitzer (-pächter) genannt, neben weiteren Namen. Welzin war demnach im 13.-15. Jh. teils in Kloster-, teils in Adelsbesitz2.

 

16933 werden in Welzin 12 Bauernstellen (davon 4 unbesetzt) und 1 Kossät genannt.

 

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17794 leben hier 8 Bauern, 1 Kossät, 1 Büdner und 1 Schulmeister. 1849 erfolgte in Welzin die Vermessung der bäuerlichen Feldmarken und die entsprechenden Gemeinheits-Teilungs-Rezesse.

 

Damit war die Leibeigenschaft für alle Bauern und Kossäten beendet. 18625 befinden sich in dem Dorf: 8 Bauernhöfe, 1 Kossätenhof, 2 Büdnerstellen, insgesamt 163 Bewohner in 25 Haushaltungen und 23 Wohnhäuser sowie 1 Schule. 2010 hatte Welzin 71 Einwohner.

 

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Die landwirtschaftliche Nutzfläche wird vorwiegend von der „Biogas Welzin GmbH zur Energieerzeugung genutzt. In Welzin befindet sich weiterhin die „Insel-Käserei“ Schulz. M. Störr

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1Pommersches Urkundenbuch II. Band 1253-1283: Urkunde Nr. 1383 vom 10. Juni 1286, Aalen, Köln Graz, 1970 (Scientia, Bühlau).
 
2 Burkhardt, R. (1909-1912): Chronik der Insel Usedom. – Teil II, S. 133, Swinemünde (Fritzsche).
 
3 Die schwedische Landesaufnahme von Vorpommern 1692-1709. – Hrsg. Historische Kommission für Pommern in Verbindung mit dem Vorpommerschen Landesarchiv Greifswald, S. 176-182, Greifswald, 1995 (Dietrich).
 
4 Brüggemann, L. W. (1779): Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogthums Vor- und Hinterpommern – Erster Teil, S. 252, Stettin.
 
5Berghaus, H. (1865): Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen – II. Teil, Band I, S. 568, Anclam (Dietze).